Deine Berufung

Haben Sie sich schon einmal klargemacht, wie einzigartig Ihr menschliches Leben ist und wie kostbar die Lebenszeit, die Ihnen zugemessen ist? 


Die Mehrheit der Menschen verdrängt die Tatsache der Vergänglichkeit. Auch
wenn sie allbekannt und jedem intellektuell sofort zugänglich ist, verschließen wir uns in der Regel gefühlsmäßig der Brutalität und Gnadenlosigkeit der Endgültigkeit unseres Daseins. Unwissend, welche ungeahnten Wachstumsmöglichkeiten in der bewussten Konfrontation mit Endlichkeit, Vergänglichkeit, Tod und Verlust liegen.

 

Erst wenn wir einen Menschen oder Lebensumstände, die uns kostbar waren, verlieren, berührt und erschüttert diese Tatsache unser Herz. In solchen Krisen werden wir ungewollt mit einem tiefen Verlustschmerz und den existentiellen Ängsten vor Tod, Einsamkeit und Bodenlosigkeit konfrontiert. Das kann dazu führen, dass sich unsere Prioritäten im Leben drastisch verändern und wir uns das erste Mal bewusst die Frage stellen, was und wie wir wirklich und aus tiefstem Herzen leben wollen. 

 

Wir haben jedoch auch jederzeit die Möglichkeit, uns den Vogel des Todes - symbolhaft gesprochen für die tiefe Bewusstheit der Endlichkeit - auf die Schulter zu setzen und uns zu fragen, was und wie  wirklich aus unserem Herzen heraus gelebt werden will, bevor die Lebensuhr abgelaufen ist. 

Dazu können wir uns die folgenden Fragen stellen: Lebe ich meine Herzenswahrheit? Welche Motivationen stehen tatsächlich hinter meinen Wünschen? Sind meine Wünsche und Ziele meine eigenen oder entspringen sie in Wirklichkeit sogenannten Solltes, einem Idealbild, gesellschaftlichen Vorstellungen oder gar der Überlebensangst? 

 

Im Herzen eines jeden Menschen verborgen liegen sein Auftrag für dieses Leben und sein ureigener Beitrag an die Welt. Es geht darum, diese zu ent-decken und freizulegen. Dafür ist es notwendig, sich unbewusste Glaubensmuster bewusst zu machen, verdrängte Gefühle zu fühlen, Frieden zu schließen mit der Vergangenheit und den Ahnen, ambivalente Wünsche zu klären und sich selbst so zu lieben und zu akzeptieren, wie man ist!