Energetische Körperarbeit

Das Wort Energie geht auf altgriechisch ἐνέργεια, energeia zurück, das in der griechischen Antike eine rein philosophische Bedeutung im Sinne von „lebendiger Wirklichkeit und Wirksamkeit“ hatte.


"... als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft und der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich."
Max Planck, Auszug aus einem Vortrag zum Thema Gott und Naturwissenschaft

Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, Wahrnehmungen, ja, der Körper selbst und das, was wir Materie nennen, bestehen letztendlich aus Energie in den unterschiedlichsten gröberen und feineren energetischen Zuständen. 

 

Wir leben in einer Gesellschaft, die den Verstand überbetont hat und die Unterdrückung von Gefühlsausbrüchen aus Angst vor deren Intensität und als Schutz vor einer emotionalen Überbelastung fördert. Dazu kommt, dass die Abspaltung der Gefühle eine bewährte menschliche Schutz- und Überlebensstrategie darstellt. 

 

Verdrängte, unterdrückte und festgehaltene Gefühle hemmen und blockieren jedoch den Energiefluss unseres körperlich-seelisch-geistigen Systems und führen zu körperlichen und/oder psychischen Symptomen und Problemen. Diese Blockaden bleiben im Körper und Energiesystem über Jahre bestehen und werden durch ähnlich belastende Erfahrungen verstärkt. Das Ergebnis sind dann chronische Anspannungen und eine Unterdrückung der natürlichen Atmung. 

 

Ziel der energetischen Körperarbeit ist es daher, Verhärtungen, Anspannungen und Verdichtungen im Körper zu lösen und die blockierte Energie wieder ins Fließen zu bringen. So wird der Mensch auch emotional wieder schwingungsfähig und lebendig, eine wesentliche Voraussetzung für eine selbstbestimmte, erfüllte und glückliche Lebensweise. Dazu nutzen wir insbesondere drei Werkzeuge bzw. Prinzipien: 


1.     Die Aufmerksamkeit führt die Energie und der Körper folgt 

Unsere Aufmerksamkeit ist schon an sich ein Fluss von Energie. Die Energie fließt also da hin, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Überprüfen Sie das doch einmal an einem kleinen Experiment. Denken Sie an etwas, das Sie lieben und danach an etwas, was Sie abstoßend finden und spüren Sie die Energie, die damit einhergeht. Mit Hilfe unserer Aufmerksamkeit können wir also unsere Wahrnehmung und unseren Energiezustand verändern und zwar insbesondere dadurch, dass wir sie vom Denken abziehen und in den Körper richten. Darin liegt eine enorme Transformationskraft, die sich immer nur im Hier und Jetzt entfalten kann. 

2.     Wir arbeiten mit Atmung, Bewegung und Stimmausdruck 

Atmung hat eine Schlüsselfunktion, um wieder zum Spüren und Empfinden des Körpers und von Gefühlen zu gelangen, da die Unterdrückung von Gefühlen gekoppelt ist an die Unterdrückung der Atmung und zu bestimmten ungesunden Atemmustern führt. Auch Bewegung und Stimmausdruck sind wichtige Werkzeuge, um die festgehaltenen und gestauten Energien wieder freizusetzen.

                      "Das Kraut des Internisten und das Messer des Chirurgen heilen von außen,                                                                     der Atem heilt von innen." - Paracelsus

3.     Die Hände sind die kleinen Herzen 

Über die Hände begreifen und erfahren wir unsere Umwelt und treten in Kontakt und Auseinandersetzung mit der Welt. Hände haben eine einzigartige Anatomie und energetische Verbindung zum Herzen. Die alten Chinesen bezeichneten die Hände daher als die kleinen Herzen. Sie sind enorm empfindsam, wenn sie energetisch geöffnet sind. In ihnen sind sehr viele sensible und motorische Nervenfasern angelegt, die ein sehr feines Erspüren erlauben. Außerdem sind sie anatomisch betrachtet mit einem sehr großen Gehirnareal verknüpft, so dass das Gehirn über die Hände viele Daten, Eindrücke und Gefühle verarbeiten kann.